Featuring - Positionen, Kontexte, Perspektiven

Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstlern der Tanzplattform 2016

Das Featuring bietet einen Raum des Dialogs mit den Tanzplattform-Künstlerinnen und -Künstlern. Im Austausch mit Mitgliedern der Tanzplattform-Jury und anderen Fachleuten stellen sie ihre Arbeitsweise vor und geben Einblick in Fragestellungen, die sie bei ihrer Arbeit begleitet haben, und in die Kontexte ihrer Produktionen.

Gäste: Antonia Baehr & Valérie Castan, Bayerisches Staatsballett II, Verena Billinger & Sebastian Schulz, Monika Gintersdorfer & Knut Klaßen, Ian Kaler, Adam Linder, Lea Moro, Antje Pfundtner, Isabelle Schad, Paula Rosolen, Meg Stuart, Ana Vujanović & Saša Asentić * Moderation: Marcus Droß, Sandra Noeth, Sven Till, Anna Wagner, Eike Wittrock

Do. 3.3., 10 - 12.30 Uhr; Featuring I
Fr. 4.3., 10 - 12.30 Uhr; Featuring II
Sa. 5.3., 10 - 12.30 Uhr; Featuring III
So. 6.3., 11.30 - 14 Uhr; Featuring IV
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm

Warm-up
Aufwärmtraining für Zuschauerinnen und Zuschauer

Für alle, denen der Übergang vom Alltag zur Tanzaufführung mitunter zu abrupt ausfällt, gibt es eine Alternative: Bei einzelnen Tanzplattform-Produktionen bieten Tänzerinnen und Tänzer oder die Choreografinnen und Choreografen selbst eine Stunde vor Aufführungsbeginn ein spezielles Aufwärmtraining für das Publikum an. Dabei geht es im Gegensatz zur klassischen Einführungsveranstaltung darum, Fragen zum körperlichen, tänzerischen oder choreografischen Selbstverständnis anhand ganz konkreter Beispiele und Übungen selbst zu erproben. Den Künstlerinnen und Künstlern bietet sich dabei die Chance, endlich einmal aktiv Einfluss auf den körperlichen Zustand ihres Publikums zu nehmen. Im Anschluss an das Warm-up bleibt noch ausreichend Zeit, um sich vor Aufführungsbeginn zu erfrischen.

Die Warm-ups werden ermöglicht von Tanzlabor 21 / Tanzbasis Frankfurt Rhein-Main * Eintritt frei

Do. 3.3., 17 Uhr: Collective Jumps
Do. 3.3., 19 Uhr: Not Punk, Pololo
Fr. 4.3., 14 Uhr: Violent Event ˟
Fr. 4.3., 17.30 Uhr: nimmer
Fr. 4.3., 19 Uhr: Triadisches Ballett

 
Warm-up im Mousonturm

Warm-up im Mousonturm

AT WORK
Internationaler Salon für junge Tanzschaffende

Das Künstlerhaus Mousonturm lädt im Vorfeld der Tanzplattform zwölf junge Choreografinnen und Choreografen aus Deutschland, dem Nahen Osten, Kroatien, Portugal und anderen europäischen Ländern ein, gemeinsam als Gastgebende einen experimentellen Salon zu konzipieren, der während des Festivals die präsentierten Stücke auf unterschiedlichsten Ebenen unter die Lupe nimmt und das Format der Tanzplattform Deutschland selbst bearbeitet und kommentiert. Der Salon steht im Besonderen Tanzschaffenden offen, die sich ebenso wie die Gastgeberinnen und Gastgeber am Übergang zwischen Ausbildung und den ersten Jahren im professionellen Feld befinden. Während das Hauptprogramm des Festivals Tanzproduktionen aus Deutschland in den Blick nimmt, bietet AT WORK ein Forum für Zusammenarbeit und kreativen Austausch über Ländergrenzen hinweg.

Ein Projekt des Künstlerhaus Mousonturm im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main 2016-2018 in Zusammenarbeit mit den Studiengängen MA Contemporary Dance Education der Hochschule für Musik und Tanz Frankfurt und MA Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Academy of Dramatic Art (Zagreb) und Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo) * Gefördert durch die Allianz Kulturstiftung und die Hessische Theaterakademie.

mit: Rose Beermann , Anja Bornšek , Nina Gojic, Mila Pavicevic, Diana Meheik, Jonas Silva Lopes , Filipe Jorge de Oliveira Pereira, João Alexandre dos Santos Martins, Flora Detraz, Kaja Klaudia Kolodziejczyk, Inge Gappmeier, Jason Jacobs, Romain Thibaud-Rose, Janina Arendt

Mi. 2.3. - So. 6.3.
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm

komplettes Programm

Manifest für Freies Arbeiten

Offener Think Tank von ID Frankfurt/ Independant Dance

Die Tanzplattform Deutschland entstand in den 1990er-Jahren als ein Forum für die Produktionen freischaffender Choreografinnen und Choreografen. Ebenso wie die Tanzszene hat sich das Verständnis von freier künstlerischer Arbeit in den letzten zwanzig Jahren radikal gewandelt. Was bedeutet es künstlerisch freischaffend zu arbeiten? Wie sehen die derzeitigen Praktiken aus? Und wie unterscheiden sich die Handlungsmöglichkeiten „unabhängigen“ Arbeitens von denen, die bestehende institutionelle Zusammenhänge bieten? Mit diesen Fragen und dem Vorsatz, ein „Manifest für Freies Arbeiten“ zu verfassen, lädt ID_Frankfurt, ein Netzwerk Frankfurter Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Tanz, Choreografie und Performance, Kolleginnen und Kollegen ein, die Konzepte von Freier Arbeit neu zu beleuchten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Think-Tank teilzunehmen.

Ein Beitrag von ID_Frankfurt (www.idfrankfurt.com) mit Fanti Baum, Hannah Dewor, Olivia Ebert, Kathrin Felzmann, Eleonora Herder, Marialena Marouda, Norbert Pape, Kristina Veit, Kathleen Witt, Susanne Zaun und weiteren Gästen.

Do. 3.3. bis So. 6.3., 10 - 14 Uhr
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm

Late Night Bar in der freitagsküche

Für alle Nachteulen und Mondsüchtigen! Zum Ausklang des Tages lädt die Tanzplattform Deutschland in die legendäre freitagsküche ein. Gegründet von den Künstlern Thomas Friemel und Michael Riedel ist die freitagsküche mittlerweile eine feste Institution im kulturellen Miteinander der Stadt. Wöchentlich werden Künstlerinnen und Künstler aus der Region eingeladen, ein gemeinsames Abendessen zuzubereiten. Jeden Abend steht während der Tanzplattform ein anderes Jurymitglied zusammen mit weiteren Akteurinnen und Akteuren des Festivals hinter der Bar. Während Mai Thai, Gin & Tonic oder andere Lieblingsdrinks gemischt werden, sind die Gäste eingeladen, die aufregendsten Fragen des Tages zu diskutieren, Kleinigkeiten zu genießen oder einfach nur gepflegt abzuhängen.

Mi. 2.3. - Sa. 5.3. (Abschlussparty)
geöffnet ab 22 Uhr
Frankfurt, Freitagsküche, Mainzer Landstraße 105 (Hinterhaus)

www.freitagskueche.de

 
Freitagsküche Frankfurt

Freitagsküche Frankfurt

 
Freitagsküche in der Mainzer Landstraße 105

Freitagsküche in der Mainzer Landstraße 105

Yoga

Wir sagen möglichen Festival-Verschleißerscheinungen den Kampf an und laden ein, mit einer leichten, aber anregenden Yogaklasse in den Tag zu starten.

Do. 3.3. - So. 6.3., 9 - 10 Uhr
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm, Atelier 2, 5. OG * Für Akkreditierte der Tanzplattform kostenfrei

Massage

Für den nötigen Ausgleich zwischen Körper und Geist sorgen Kristina Veit und Federico J. Canosa mit ihrem mobilen Massagestudio. Ob Thai-Massage, Abhyanga, klassische Massage oder Fußmassage, das Duo stellt das passende Behandlungspaket für die jeweilige Verspannung zusammen.

Do. 3.3.–So. 6.3., 11–17 Uhr
nach Vereinbarung am Infoschalter
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm
12 Euro à 15 Min.

Tanzmedizinische Beratung

In Kooperation mit tamed e.V. bietet die Medizinerin und Tänzerin Anja Hauschild während der Tanzplattform tanzmedizinische Beratungen an. In den Einzelberatungen geht es um Themen wie Tanztechnikanalyse, alternative Trainingsformen, Rehabilitation von Verletzungen und Vorbeugung von tanz(stil)spezifischen Risikofaktoren.

Sa. 5.3. & So. 6.3., nach Vereinbarung am Infoschalter oder online
Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm
45 Min., Eigenkostenanteil 15 Euro

Making Dance Possible

Strukturen und Arbeitsweisen bedingen sich gegenseitig und befinden sich im Bereich Tanz seit einigen Jahren im kontinuierlichen Wandel. In drei Podiumsgesprächen gehen Expertinnen und Experten aus kulturpolitischer, institutioneller und künstlerischer Praxis Entwicklungslinien nach, um zukunftsweisende Potentiale und aktuelle Problemstellungen zu ergründen, die Tanz möglich oder unmöglich machen.

Eintritt frei * In Deutsch und Englisch

Tanz und Politik. Neue Wege in der Tanzförderung
Do. 3.3., 14-15 Uhr

Im föderalen Kulturförderungssystem in Deutschland entwickeln Kommunen, Bundesländer sowie der Bund je ihre eigenen Instrumentarien. Die strukturellen Lücken zu schließen bleibt dabei zumeist Aufgabe der Tanzschaffenden. Seit 2013 werden im Rahmen der Tanzförderung Stadt-Land-Bund erste Schritte im Hinblick auf ein gemeinsames Modell die Tanzförderung unternommen. Das zusammen mit dem Dachverband Tanz initiierte Panel beleuchtet die komplexen politischen Entscheidungsprozesse, erste Erfolge und weitere Entwicklungsperspektiven.

Mit:
Cornelia Walter (Darstellende Kunst, Literatur und Kommunikation / Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden)
Bettina Milz (Referatsleitung Theater und Tanz / Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW) - angefragt
Martin Eifler (Referatsleiter Darstellend Künste / Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien)

Moderation: Michael Freundt (Geschäftsführung / Dachverband Tanz Deutschland)

 

Making Dance Possible

weitere Termine

Eintritt frei * In Deutsch und Englisch

Bewegung im Überbau. Neue Wege in institutionellen Strukturen
Fr. 4.3., 14-15 Uhr

Felder und Formen der Zusammenarbeit zwischen der sogenannten freien Szene, Stadt- und Staatstheatern und Produktionshäusern haben sich vervielfältigt. Strukturen werden durchlässiger und Artikulationsräume innerhalb und außerhalb von Institutionen haben sich diversifiziert. Das Panel fragt nach Strategien und Handlungsräumen, die Künstlerinnen und Künstler vor dem Hintergrund eines „critical institutionalism“ entwickeln, und danach, welche Institutionen der Zukunft denkbar sind.

Moderation: Dr. Kerstin Evert (K3 – Zenturm für Choreografie, Tanzplan Deutschland)

Mit: Bettina Masuch (Intendantin, tanzhaus nrw), Bruno Heynderickx (Kurator, Hessisches Staatsballett), Douglas Bateman (Choreograf, Mitglied des MichaelDouglasKollektiv & Mitgründer von ZAIK)

Tanz in globalen Zusammenhängen. Wege internationaler Vernetzung
Sa. 5.3., 11-12 Uhr

Verschiedene Produktionen der Tanzplattform entstanden im Dialog zwischen Tanzschaffenden aus Deutschland und anderen Regionen der Welt. Förderinitiativen des Goethe-Instituts und der Kulturstiftung des Bundes unterstützen die internationale Vernetzung durch Kooperationen und Gastspiele. Das Feld internationaler Beziehungen ist Gegenstand des Podiums, zu dem das Goethe-Institut und die Tanzplattform einladen.

mit: Jong-Ho LEE (Künstlerischer Leiter des SIDance Festival, Seoul), Mariana Arteaga (Kuratorin und Festivalleiterin, Mexiko-City), Fabrice Mazliah (Tänzer und Choreograf, Mitglied des Choreografen-Kollektiv MAMAZA, Frankfurt), Lien Heidenreich (Regionale Programmleiterin am Goethe-Institut Johannesburg)